Hiermit bestätige ich, dass ich einen medizinischen oder pharmazeutischen Beruf ausübe [Ärzt*in, Apotheker*in, Pharmazeutisch-technische*r Assistent*in (PTA), Medizinische*r Fachangestellte*r (MFA)].
BadgesStudien
Hämophilie A: Mim8-Prophylaxe senkt die Blutungsrate deutlich
Autor*in Studienreferat
Dr. med. Judith Lorenz, Künzell
Publikationsdatum
13. August 2026 (online)
Quelle
Lorenz J. Hämophilie A: Mim8-Prophylaxe senkt die Blutungsrate deutlich. Transfusionsmedizin 2026; 16(03): 130 – 131. doi:10.1055/a-2874-3457
Originalpublikation
Mancuso ME. et al. Mim8 Bispecific Antibody Prophylaxis in Hemophilia A with or without Inhibitors. N Engl J Med 2026; 394: 1696-1709
Fazit
Ergebnisse
Die Analyse der im Vorfeld bedarfsorientiert behandelten Hämophilie A-Kranken ergab: Die auf ein Jahr hochgerechnete Rate behandlungsbedürftiger Blutungen betrug in der Gruppe der weiterhin bedarfsorientiert behandelten Personen (Gruppe 1) 15,76, in der Gruppe der einmal wöchentlich mit Mim8 versorgten Personen (Gruppe 2a) 0,57 und in der Gruppe der einmal pro Monat mit Mim8 versorgten Personen (Gruppe 2b) 0,20. Das entspricht einer relativen Abnahme um 96,4 Prozentpunkte (Rate Ratio 0,04; 95 % KI 0,01–0,09) bzw. um 98,7 Prozentpunkte (Rate Ratio 0,01; 95 % KI<0,01-0,05). Die Analyse der im Vorfeld der Studienteilnahme prophylaktisch mit Gerinnungsfaktorkonzentraten behandelten Hämophilie A-Kranken ergab: Die auf ein Jahr hochgerechnete Rate behandlungsbedürftiger Blutungen betrug in der Gruppe der einmal wöchentlich mit Mim8 versorgten Personen (Gruppe 3) 2,25. Während der Vorlaufphase hatte die annualisierte Blutungsrate in diesem Kollektiv dagegen 4,90 betragen. Das entspricht einer relativen Reduktion um 54 Prozentpunkte (Rate Ratio 0,46; 95 % KI 0,26–0,80). In der Gruppe der einmal monatlich mit Mim8 versorgten Personen (Gruppe 4) betrug die annualisierte Rate behandlungsbedürftiger Blutungen 1,78. Während der Vorlaufphase, also während der prophylaktischen Behandlung mit Gerinnungsfaktorkonzentraten, hatte sie dagegen in diesem Kollektiv 3,12 betragen. Das entspricht einer relativen Abnahme um 42,8 Prozentpunkte (Rate Ratio 0,57; 95 % KI 0,38–0,85). Lokalreaktionen am Injektionsort beobachteten die Forschenden bei 103 von 4005 Injektionen (2,6 %). In allen Fällen handelte es sich dabei um leichte Reaktionen. Thromboembolische Ereignisse, Hypersensitivitätsreaktionen oder Todesfälle traten nicht auf. 7 % der Behandelten entwickelten Anti-Mim8-Antikörper, klinische Anhaltspunkte für neutralisierende Effekte ergaben sich aber nicht.
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