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BadgesStudien
Hämophilie A im Kindesalter: Efanesoctocog alfa beugt Blutungen vor
Dr. med. Judith Lorenz, Künzell
Publikationsdatum
10. Dezember 2024 (online)
Quelle
Lorenz J. Hämophilie A im Kindesalter: Efanesoctocog alfa beugt Blutungen vor. Pädiatrie up2date 2024; 19(04): 272 – 274. doi:10.1055/a-2415-9261
Originalpublikation
Malec L. et al. Efanesoctocog Alfa Prophylaxis for Children with Severe Hemophilia A. N Engl J Med 2024 Jul 18;391(3):235-246
Fazit
Die XTEND-Kids-Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie die XTEND-1-Studie, so die Forschenden: Efanesoctocog alfa schützt Kinder mit schwerer Hämophilie A wirksam vor Blutungsereignissen. Bei guter Verträglichkeit gewährleistet der Wirkstoff über 3 Tage eine (nahezu) normale Faktor-VIII-Aktivität. Die einmal wöchentliche Gabe reduziert die Therapiebelastungen und hat das Potenzial, die Gelenkgesundheit der Betroffenen langfristig zu erhalten, betonen sie.
Ergebnisse
38 Kinder waren jünger als 6 Jahre und 36 waren zwischen 6 und < 12 Jahre alt. 72 Patienten (97 %) absolvierten die gesamte Studienintervention. Keiner der Jungen entwickelte unter der Behandlung mit Efanesoctocog alfa neutralisierende Faktor-VIII-Antikörper. 84 % der Patienten erlitten im Rahmen der Infusionsbehandlung unerwünschte Ereignisse. Dabei handelte es sich in der Mehrzahl der Fälle um nicht schwerwiegende Ereignisse. Keines der schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse führen die Studieninitiatorinnen und -initiatoren auf die Studienmedikation zurück. Bei keinem Kind musste die Behandlung aufgrund unerwünschter Ereignisse unterbrochen werden. Die Analyse zur Wirksamkeit der Behandlung ergab: Die mediane annualisierte Rate behandlungsbedürftiger Blutungsepisoden betrug im gesamten Analysekollektiv 0,00 und die modellbasierte geschätzte durchschnittliche annualisierte Gesamtrate behandlungsbedürftiger Blutungsepisoden betrug 0,89. Für das Per-Protokoll-Kollektiv (n = 73) errechneten sich diesbezüglich Raten von 0,0 bzw. 0,61. Die geschätzte durchschnittliche annualisierte Rate von Gelenkeinblutungen, von Spontanblutungen bzw. von traumatischen Blutungen betrugen 0,59, 0,16 bzw. 0,44 (Per-Protokoll-Analyse: 0,30, 0,16 bzw. 0,40). Insgesamt 47 Jungen (64 %) erlitten gar keine Blutungen, 65 (88 %) erlitten keine Spontanblutungen und 61 (82 %) erlitten keine Gelenkeinblutungen. 41 von 43 Blutungsereignissen (95 %) konnten mit einer Infusion Efanesoctocog alfa kontrolliert werden. Die pharmakokinetischen Analysen zeigten: Die erste Efanesoctocog alfa-Dosis gewährleistete über bis zu 3 Tage eine normale oder nahezu normale durchschnittliche Faktor-VIII-Aktivität (> 40 IU/dl). Eine durchschnittliche Faktor-VIII-Aktivität von mehr als 10 IU/dl bestand über 6,7 Tage. Die geometrische mittlere terminale Halbwertszeit des Wirkstoffs betrug den Berechnungen der Forschenden zufolge 40 Stunden.
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